Der Black-Blog
Hier schreibe ich übers Schreiben, neue Buchprojekte,
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Werwolf-Filme der 80er
Unten habe ich ja bereits meine Top-Liste der Werwolf-Filme präsentiert. In diesem kurzen Blogbeitrag geht es nun um die "echten" Klassiker aus den 80er Jahren. Diese würde ich jedoch eher im „Mittelbau“ des Genres verorten, denn manche dieser Filme sind zwar würdig gealtert, andere hingegen einfach nicht mehr sehenswert.
„An American Werewolf in London“ (1981) ist so ein Kandidat. Von vielen gefeiert, die ihn damals im Kino sahen, mich hat er aber nicht wirklich überzeugt, auch wenn die Szenen in den North York Moors zu Beginn des Films recht atmosphärisch sind und mich positiv an den Sherlock-Holmes-Roman "Der Hund von Baskerville" erinnert haben. Insgesamt ist der Film jedoch zu altbacken, aus der Story hätte man mehr herausholen können und der Werwolf wirkt so, wie er damals eben am Set war – mechanisch und ferngesteuert. Kein schlechter Film, aber für mich eben auch kein Favorit.
Dann gibt es noch den „Werwolf von Tarker Mills“ (1985) aus der Feder von Steven King, ein Film, der solide Genrekost liefert. Das bedeutet in diesem Fall: nicht schlecht, aber eben auch nicht sonderlich aufregend. Dieses Zeugnis stelle ich auch „Bad Moon“ (1996) aus, dessen Story zwar recht vorhersehbar ist, wo mich das Creature Design – eingedenk der Tatsache, dass der Streifen knapp 25 Jahre auf dem Buckel hat – jedoch überzeugte, denn der dort gezeigte Werwolf gruselt auch noch heute.
Übrigens: „Das Tier“ (1981), von vielen Freunden des Genres gefeiert, fand ich richtig schlecht. Schlechte Effekte, schlechte Story – einfach nein. Den zweiten Teil habe ich mir erst gar nicht angeschaut.
Das war meine kleine, feine Liste der Werwolf-Filme aus den 80ern. Ich habe längst nicht alle gesehen, aber soweit ich weiß, sind die wichtigsten Meilensteine des Genres hier abgedeckt. Wenn du dich für Geschichten über Werwölfe interessierst, dann schau unbedingt auf der Seite meines Krimi-Romans "Wolfssaison" vorbei.
(HINWEIS: Ich bekomme kein Geld für die Nennung der einzelnen Filmtitel und gebe hier lediglich meine Meinung wieder.)
Die besten Werwolf-Filme
Seien wir ehrlich: Die meisten Werwolf-Filme sind Trash. Die Storyline ist oft so vorhersehbar wie ein B-Movie mit Dolf Lundgren und statt guter CGI-Effekte bekommt man häufig einen Typen geboten, der mit einer low-budget Maske durch die Szenen hüpft. Doch es gibt Ausnahmen.
Während der Recherchephase zu meinem Roman "Wolfssaison" habe ich mir einige Werwolf-Filme angeschaut, um mir ein Bild von der zeitgenössischen Rezeption der Lykanthropie zu machen.
Um deine Zeit nicht zu verschwenden, fange ich direkt mit den Genre-Highlights an: Ein wirklich gut gemachter und ziemlich klassischer Werwolf-Film ist „Werewolf – Das Grauen lebt unter uns“ (2012), der im 19. Jahrhundert spielt und solide Action mit etwas Drama mixt. Wenn mich jemand fragen würde, welchen Werwolf-Film der letzten 20 Jahre ich als typischen Genrevertreter empfehlen würde – dieser wäre es.
Auf Platz zwei der neueren Klassiker platziere ich „Wolfman“ (2010), auch wenn mir hier die Visualisierung des Werwolfs zu unspektakulär war, denn im Grunde trägt der Hauptdarsteller Benicio del Toro nur eine Wolfsmaske und das war es dann auch. Da gefallen mir die CGI-Animationen aus "Werewolf - Das Grauen lebt unter uns" schon besser. (Ja, ich mag CGI und kann den Hype um Gummi-Modelle nicht verstehen, denn ich finde sie sehr unecht.)
Das war die Pflicht, nun zur Kür. Denn meine absoluten Favoriten sind zwei völlig andere Filme.
Der erste ist „Late Phases“ (2014) – eine Perle unter den Werwolf-Filmen, weil er so ganz anders daherkommt. Der Film mäandert irgendwo zwischen Familiendrama und Horror und nimmt sich viel Zeit für seine Hauptfiguren, was in diesem Genre leider recht selten ist. Im Mittepunkt steht der blinde US-Kriegsveteran Ambrose, der von seinem Sohn in eine Seniorensiedlung abgeschoben wird, in der eine Frau unter mysteriösen Umständen stirbt.
Wer „Late Phases“ gesehen hat, wird ihn nie wieder vergessen, weil er eben so untypisch ist. Der Film wäre für mich der Genre-König, wenn, ja, wenn die Macher das Creature Design nicht so furchtbar vermasselt hätten. Denn die Bestie sieht eher nach einem Mix aus Wildkatze und Mickey Mouse aus, als nach einem Wolf. Schade! Anschauen lohnt sich aber trotzdem, wenn man sich für dieses Filmgenre interessiert.
Richtig gut sehen die Werwölfe hingegen in meinem zweiten Favoriten aus: „Underworld 2: Evolution“ (2006). Da es sich um einen klassischen Actionfilm mit Horror-Elementen handelt, brauchen wir über die Story nicht viel zu reden. Wer Anspruch sucht, ist hier fehl am Platz. Doch ich glaube, dass es keinen Werwolf-Film gibt, der die Transformationen vom Menschen zum Wolf visuell so hervorragend umgesetzt hat, wie die „Underworld“-Reihe und Film Nummer zwei ist - was Story und Atmosphäre angeht - meiner Meinung nach der beste Teil.
Ein weiteres Highlight dieses doch recht speziellen Genres ist „Dog Soldiers“ (2002), in dem eine Spezialeinheit des britischen Militärs in einem Wald auf Werwölfe trifft. Das klingt jetzt vielleicht sehr platt, wurde aber recht gut umgesetzt und mit einer ordentlichen Prise schwarzen Humors garniert, was dem Film bis heute Kultstatus verleiht. Auch sehen die Werwölfe darin recht passabel aus.
Einen richtigen guten Film würde übrigens auch mein Roman „Wolfssaison“ abgeben. Leider hat sich Hollywood bisher noch nicht gemeldet, aber in Buchform ist die Story bereits erschienen. ;)
(HINWEIS: Ich bekomme kein Geld für die Nennung der einzelnen Filmtitel und gebe hier lediglich meine Meinung wieder.)