Collage aus Frau, Eifelturm, Werwolf und Models. Darunter das Cover des Buches "Wolfssaison".

Hochspannende Ermittlungen in der Pariser Modeszene.

Sie hatte alles: Gutes Aussehen, Geld und viele Liebhaber. Doch nun ist das Supermodel Zoé Campbell tot - ermordet in ihrem Appartement...


Zum Inhalt:

Der Tod des Supermodels Zoé Campbell erschüttert die Modewelt von Paris. 

Die junge Kommissarin Claire übernimmt die Ermittlungen und stößt bald auf Intrigen im Umfeld der Toten. Dort hatten mehrere Personen noch eine Rechnung mit dem Weltstar offen.

Doch wirklich seltsam sind die Spuren eines großen Tieres, die von der Polizei am Tatort gefunden werden...

Kurz darauf erhält Claire Besuch von einem mysteriösen Mann. Er behauptet, dass ein Werwolf in Paris sein Unwesen treibt. Irrsinn oder Wahrheit? Und falls es stimmt, warum hatte es die Bestie auf Zoé abgesehen? Und welcher Mensch steckt unter der Wolfshaut?


Claire geht als Model undercover, taucht ein in die Welt der Models, Talent-Manager und Fotografen. Dort stößt sie auf skurrile aber auch gefährliche Personen und entdeckt dunkle Geheimnisse, die sie nie für möglich gehalten hätte...


Ein spannender Krimi mit realistisch beschriebenen Mystery-Elementen und vielen Wendungen. 
Wenn du glaubst, du weißt Bescheid, 
erwischt es dich erst recht!

"Es war vom Anfang bis zum Ende spannend und bis zum Schluss habe ich im Dunkeln getappt. Und das hat es natürlich noch spannender gemacht." 

Rezension von Mimi bei Amazon

"Ein Buch, das man nicht weglegen möchte!
Sehr spannendes Buch mit unerwartetem Ende." 

Rezension von Julia bei Amazon

"Es hält sich die Spannung von Anfang an bis zum Ende mit nicht vorhersehbaren Wendungen. Das Buch und der Autor stehen einem Bestseller in nichts nach!"

Rezension eines Kunden bei Amazon

Cover des Buches "Wolfssaison" von Micha Black. Es zeigt eine Frau vor dem Eifelturm und darüber einen Wolfskopf.

Originelle Handlung. 
Spannend bis zum Schluss.

367 Seiten Spannung und Atmosphäre erwarten 
dich bei der Jagd nach dem Mörder in Paris.

Ein Werwolf steht auf einem Hausdach, im Hintergrund sieht man Paris bei Nacht mit dem Eifelturm.

Lüfte die Geheimnisse!

Leseprobe:

Der Polizeiwagen kämpfte sich durch den chaotischen Pariser Stadtverkehr und hielt einige Zeit später vor einer modernen Villa in einem der Außenbezirke. Das Gebäude war im Bauhausstil errichtet worden. Es hatte einen weißen Anstrich und ein Obergeschoss, das im Gegensatz zu den strengen Linien eine Etage darunter viele Rundungen besaß, wodurch es ein bisschen aussah, wie die Raumschiffkulisse eines Science-Fiction-Films der 90er Jahre. Ein Stilmix, aber ein gelungener. 

    Claire und Félix stiegen aus und klingelten an der Eingangstür. Es dauerte eine Weile, ehe es in der Gegensprechanlage knackste. Eine heisere Stimme fragte in barschem Ton, wer da störe. 

    „Monsieur Houdain? Kriminalpolizei, machen Sie auf!“, sagte Claire. 

   Kurze Zeit später hörte sie, wie die Türkette rasselte und ein Schlüssel umgedreht wurde. Ein Mann, der wohl Mitte fünfzig war, öffnete die Tür und blinzelte Claire mit zusammengekniffenen Augen an. Er trug eine schwarze Jeans und ein weißes Unterhemd. Sein Haar, in das Geheimratsecken zwei wuchtige Schneisen geschlagen hatten, stand wirr vom Kopf ab. An den Seiten ging es jedoch, wie zum Ausgleich für das fehlende Volumen weiter oben, in lange Kotletten über, die fast die Hälfte der Backen bedeckten. Graue Bartstoppeln bestätigten Claires Eindruck, dass der unrasierte Monsieur vermutlich gerade erst dem Bett entstiegen war. 

    „Was wollen Sie? Ich habe meine Schulden beim Finanzamt bezahlt!“ Houdains Stimme war unfreundlich. 

    Claire nickte höflich und unterdrückte ein Lächeln. „Wir sind auch nur gekommen, um Ihnen dafür zu danken. Und um Ihnen zu zeigen, wie Ihr gut angelegtes Steuergeld bei der Arbeit aussieht.“ 

    Verdutzt sah Houdain sie an. „Wollen Sie mich verarschen?“ 

    „Nur, wenn es unbedingt sein muss.“ Claire zeigte ihren Polizeiausweis. „Dürfen wir kurz reinkommen?“ 

    Der Mann brummte etwas Unverständliches, drehte sich dann um und ging zurück ins Haus. Claire und Félix folgten ihm und betraten einen schummrigen Eingangsbereich, an den sich ein riesiges Wohnzimmer anschloss. Die Jalousien waren heruntergelassen, doch das Tageslicht drang durch ein paar schmale Oberlichter. An den Wänden hingen teure Gemälde mit bizarren Farbexplosionen, die auf nicht minder groteske Skulpturen hinabschauten, welche im Raum verteilt auf Podesten standen. 

    Fast hätte man annehmen können, man befände sich in einem Museum für zeitgenössische Kunst. Doch die vielen leeren Wein-, Bier- und Whiskeyflaschen, die zwischen teuren Designermöbeln auf dem gekachelten Marmorboden standen, ruinierten diesen Eindruck. Sieht aus, als hätten ein paar versoffene Studenten eine Party im Louvre gefeiert, dachte Claire. 

    „Also, was gibt’s?“ Houdain war in die Küche gelaufen und hatte sich Wein in eine Kaffeetasse gegossen. „Ich habe einen ordentlichen Kater, also machen Sie schnell!“ 

    Claire musterte ihn. „Monsieur Houdain, wie stehen Sie zu Zoé Campbell?“ 

    Houdain nahm einen Schluck und zuckte mit den Schultern. „Wie man halt zu seiner zickigen Ex-Frau steht – nicht besonders gut, würde ich sagen.“ Er ließ ein grunzendes Lachen hören. „Wieso? Hat das Biest Sie hergeschickt?“ 

    „In gewisser Weise. Sie wurde heute Morgen tot aufgefunden.“ 

    Die Tasse fiel zu Boden und zerbrach mit lautem Klirren. Der Rebensaft ergoss sich auf den Fließen wie die billige Imitation einer Blutlache. Erstaunt sah Houdain die Kommissarin an. 
   „Tot? Aber…“ Er schluckte und schwieg für einen kurzen Moment. Es schien, als ob Erinnerungen aus besseren Tagen in seinem Geist aufzusteigen begannen. Doch dann fluchte er leise und fuhr sich mit der Hand nervös durch die Haare. „Dieses Miststück! Und dabei schuldet sie mir noch Geld. Was wird jetzt daraus?“ 

    Claire ging auf ihn zu, wie eine Katze, die sich einer Maus nähert. „Ich glaube, es gibt noch eine drängendere Frage: Wo waren Sie gestern Nacht?“ 

    Houdain löste seinen Blick von der Lache am Boden, die er zornig betrachtet hatte. „Was soll das? Sie glauben doch nicht etwa…“ 

    „Ich glaube nicht, ich frage. Wo waren Sie?“ 

    Houdain schwieg und dachte nach. „Ich weiß nicht mehr genau. Ich war hier und dann in einer Bar in der Stadt – glaube ich.“ 

    „Haben Sie sich dort mit jemandem getroffen?“ 

    „Kann sein… ich weiß es nicht mehr. Bin heute Morgen aufgewacht und dachte, mir platzt gleich der Schädel. Hatte einen üblen Filmriss.“ 

    „Sie waren im Le Mirage und haben sich dort mit Ihrer Ex-Frau getroffen“, fuhr Claire ungerührt fort. „Jedenfalls haben Sie ihr ein solches Treffen per SMS vorgeschlagen – wir haben Zoés Handy untersucht. Ich bin mir sicher, dass sich der Barkeeper erinnern wird, wenn wir ihn danach fragen.“ 

    Houdain seufzte. „Also gut. Ja, ich gebe zu, dass ich mich mit Zoé getroffen habe. Und um Ihre nächste Frage gleich zu beantworten: Es ging um Geld. Doch das Treffen war ein Flop. Zoé ist nur ein paar Minuten geblieben und ich habe mich anschließend am Tresen volllaufen lassen.“ 

    Claires Blick fiel auf Houdains Hände. An den Knöcheln seiner rechten Hand war ein Bluterguss zu sehen. „Was haben Sie denn da gemacht?“ 

    Houdain zögerte kurz. „Liegestütze – auf den Fäusten“, sagte er schließlich. „Man muss fit bleiben in meinem Geschäft. Ist ein Haifischbecken da draußen.“ 

    „Besonders dann, wenn einem das Geld knapp wird, nicht wahr?“ Claire sah ihn prüfend an. „Da kann man schon mal wütend werden.“ 

    Houdain biss die Zähne zusammen, antwortete aber nicht. 

    „Welches Geld hat Ihre Ex-Frau Ihnen geschuldet?“ 

    „Es ging um alte Verträge. Als Zoé meine Agentur verließ, hat sie eine ganze Reihe von Vertragspflichten gebrochen. Sie hat Shootings abgesagt, die sie noch hätte machen müssen, und solche Sachen. Aber nie im Leben hätte ich ihr deshalb etwas angetan – geschweige denn, sie umgebracht! Zumal die Kohle dann sowieso futsch gewesen wäre. Schließlich können Tote keine Vertragsstrafen mehr bezahlen.“ Er lächelte kalt und begann dann unwillkürlich zu kichern. „Die alte Drama-Queen. Jetzt ist sie am Ende ihres Lebens wortwörtlich noch zu einem fashion victim geworden.“ Er lachte glucksend. 

    Claire sah ihm in die Augen. „An Ihrer Stelle wäre ich mit solchen Sprüchen vorsichtig. Mir scheint, Sie verkennen die Situation: Im Moment gibt es niemanden, der verdächtiger ist als Sie.“ 

    Houdains Lachen gefror zu einer eisigen Maske und wich dann vollständig aus seinem Gesicht. „Ach ja?“, rief er zornig. „Also mir fallen da gleich ein Dutzend Leute ein, die mit der guten Zoé auf Kriegsfuß standen!“ 

    „Dann lassen Sie mal hören!“ 

    „Na, zum Beispiel dieser italienische Papagei Fabriano. Lassen Sie sich von seinem weibischen Getue nicht täuschen, der Kerl hat’s faustdick hinter den Ohren! Zoé hat ihn eiskalt abserviert, als sie sich weigerte, seine neue Kollektion zu tragen. Die gleiche Nummer hat sie übrigens auch mit Dominique Blanchard abgezogen, früher angeblich eine ihrer besten Freundinnen. Aber als Super-Zoé dann ganz oben war, brauchte sie Blanchard und ihr albernes Käseblatt nicht mehr – adieu Madame! 

    Und dann natürlich diese selbsternannte Model-Übermutti Hanna Arnsberg, mit ihrer arischen Auslese-Show im Fernsehen. Der läuft es doch runter wie Champagner, dass Zoé genau jetzt, zwei Wochen vor der Fashion Week, ins Gras beißt. Dann kann sie endlich ihren Zögling Alicia Stern zur neuen Laufsteg-Königin krönen – was für ein Fest! Zoé stand Alicia doch schon die ganze Zeit im Weg, als unumstrittene Nummer eins der Pariser Modewelt. 
   Und nicht zu vergessen – ganz unten in der Nahrungskette – unseren Dauerjunkie und vorgeblichen Starfotograf Hugo Merlot! Der hat mit seinen Schmuddelfotos doch haufenweise Models erpresst, die mal jung waren und das Geld gebraucht haben. Würde mich nicht wundern, wenn auch Zoé eines seiner Opfer war und es deshalb Ärger zwischen den beiden gab. Bei diesen feinen Herrschaften sollten Sie mal vorsprechen und sich über Zoé erkundigen!“ 

    Claire sah, dass sich Félix die Namen notiert hatte. „Interessant, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass Sie die letzte Person waren, die Zoé lebend getroffen hat“, meinte sie. 

    „Falsch!“ Houdain richtete seinen Zeigefinger auf die Kommissarin. „Die letzte Person, die Zoé lebend getroffen hat war ihr Mörder – und damit war ich es nicht!“ 

    „Das wird sich zeigen. Vorerst muss ich Sie jedoch bitten Paris nicht zu verlassen. Sie stehen unter Mordverdacht.“ 

    Houdain streckte die Hände aus, als wolle er sich schützen. „Fein! Solange der Keller voller Weinflaschen ist, gibt’s für mich sowieso keinen Grund von hier abzuhauen.“ Er machte ein saures Gesicht. „Und nun möchte ich Sie bitten zu gehen. Es sei denn, Sie haben einen Haftbefehl in der Tasche. Auf Nimmerwiedersehen!“ Er wedelte mit der Hand in Richtung Tür. 
   Ohne ein weiteres Wort drehte sich Claire um und verließ zusammen mit Félix das Haus.
„Was denkst du?“, fragte sie ihren Kollegen, als sie wieder im Polizeiwagen saßen. 

    „Der Typ ist verrückt wie eine Scheißhausratte“, erwiderte Félix. „Schweres Alkoholproblem, aggressiv und er hat versucht uns anzulügen. Außerdem hat er allen Grund auf seine Ex-Frau sauer zu sein. Ganz zu schweigen von dem Streit ums liebe Geld. Ein Verdächtiger wie aus dem Bilderbuch. Besser könnten die Ermittlungen kaum laufen.“ 

    „Denke ich auch.“ Claire griff zum Funkgerät. „Ich rufe die Zentrale an. Sie soll zwei Beamte abstellen, die Houdain Tag und Nacht beschatten. Wenn sich irgendetwas tut werden wir es erfahren.“ 

    Félix nickte und startete den Wagen. 

Das Bild zeigt links das Buchcover von "Wolfssaison" und rechts den Eifelturm.

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Erkunde mit Claire die Pariser Modewelt und lüfte dunkle Geheimnisse...